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E-Government in Deutschland noch wenig verbreitet 

Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland bei der Nutzung von elektronischen Behördenangeboten unterdurchschnittlich ab. Lediglich 18 Prozent der Bundesbürger gehen online auf die Amtsstube.

Großen Nachholbedarf im Bereich E-Government bescheinigt jetzt eine internationale Vergleichsstudie des Beratungsunternehmens Accenture unserem Land. Nur 18 Prozent der Bundesbürger nutzen demnach Online-Angebote der Behörden, um sich den Gang in die Amtsstuben zu ersparen. Der Durchschnittswert in den untersuchten 21 Ländern betrug dagegen 36 Prozent. Lediglich in Japan wurde ein noch niedrigerer Wert mit 13 Prozent ermittelt. Am intensivsten nutzen Bürger in Norwegen (56 Prozent) und Singapur (55 Prozent) die Internetangebote von Behörden.

Auch bei der Kommunikation per E-Mail zwischen Bürgern und Behörden nimmt Deutschland einen Platz im unteren Viertel ein, allerdings sind hier die Abstände zu den führenden Nationen nicht ganz so groß.

Behörden und Bürger nutzen die Internetangebote zu wenig, kommentierte man bei Accenture die Ergebnisse der Studie und weist darauf hin, dass sich auf elektronischem Weg viele Anfragen und Anträge schneller und kostengünstiger durchführen lassen, sodass ein erhebliches Potenzial ungenutzt bliebe. Als eine der wesentlichen Ursachen für die spürbare Zurückhaltung der Bundesbürger haben die Studienmacher die großen Unterschiede zwischen Ländern und Kommunen in Deutschland ausgemacht.

Nach wie vor das häufigst genutzte Kommunikationsmedium beim Kontakt zwischen Bürgern und Behörden bleibt hierzulande das Telefon, das für 31 Prozent der Bundesbürger die wichtigste Kontaktmöglichkeit ist. (haufe.de, 26.02.09)